Was ist Alexa+?
Als wir 2017 mit unseren ersten Alexa Tests begannen, galt Amazons Sprachassistentin als absolut wegweisende KI-Technologie.
Da sie inzwischen aber längst nicht mehr mit ChatGPT und Co. mithalten kann, zieht Amazon nun Konsequenzen und präsentiert mit „Alexa Plus“ eine überarbeitete, kostenpflichtige Version. Diese nutzt mehrere KI-Modelle, um intelligenter zu agieren, individueller auf Nutzer einzugehen und Kontexte besser zu verstehen.
Was kann Amazons neue KI-Assistentin?
Alexa+ bringt einige spannende Neuerungen mit sich. Der Sprachassistent kann so z. B. längere Gespräche führen, ohne, dass jedes Mal „Alexa“ gesagt werden muss. Zudem erledigt er Aufgaben selbstständig – von der Lebensmittellieferung bis zum Versenden von Einladungen.
Auch das Smart Home wird intelligenter: In einer Demo fragte Amazons Geräte-Chef Panos Panay Alexa z. B., ob jemand bereits mit dem Hund Gassi gegangen ist. Alexa+ wertete daraufhin die Aufnahmen der vernetzten Kameras aus und gab eine passende Antwort.
Musikliebhaber dürfen sich ebenfalls freuen. Durch eine Zusammenarbeit mit dem KI-Musikdienst „Suno“ kann Alexa+ bald eigene Songs komponieren – inklusive individueller Texte und Melodien.
Eine weitere Partnerschaft sorgt außerdem besonders in der Tech-Szene für Aufsehen: Denn hinter der neuen Alexa steckt unter anderem das KI-Modell „Claude“ des Start-ups Anthropic.
Das Besondere: Obwohl Amazon mit seiner „Nova“-Reihe eigene KI-Modelle entwickelt, investiert das Unternehmen stark in Anthropic und kooperiert eng mit dem KI-Spezialisten.
Claude gilt unter Experten als einer der fortschrittlichsten Chatbots – nicht nur technisch, sondern auch wegen seiner besonders natürlichen und einfühlsamen Kommunikation. Diese menschenähnliche Interaktion könnte sich nun auch in der neuen Alexa widerspiegeln.
Wie unterscheidet sich Alexa+ von der klassischen Alexa?
Alexa+ unterscheidet sich in mehreren wesentlichen Aspekten von der klassischen Alexa und bietet eine deutlich weiterentwickelte Technologie. Dank generativer Künstlicher Intelligenz nutzt sie verschiedene KI-Modelle, darunter Amazons eigenes Nova-Modell, um natürlichere und kontextbezogene Unterhaltungen zu ermöglichen.
Nutzer müssen das Aktivierungswort nicht ständig wiederholen, und Alexa+ kann selbstständig Rückfragen stellen, wenn etwas unklar ist.
Auch funktional hebt sich die neue Version ab: Sie kann eigenständig Aufgaben übernehmen, etwa Einkäufe tätigen oder Einladungen verschicken.
Darüber hinaus wurde die Smart-Home-Integration verbessert, sodass Alexa nun auch Kamerabilder analysieren kann.
Überdies verfügt sie über eine Dokumentenanalyse-Funktion, mit der hochgeladene Dokumente durchsucht und relevante Informationen extrahiert werden können.
Eine weitere Neuerung ist ihre Rolle als „Agent“ – sie kann eigenständig Buchungen und Bestellungen bei Drittanbietern vornehmen und damit noch mehr Aufgaben automatisieren.
Was kostet Alexa+?
Während Alexa bisher kostenlos nutzbar war, fallen für Alexa+ in den USA bei allen Anwendern ohne Prime Abo 19,99 Dollar im Monat an. Mit Prime Abo ist die Verwendung weiterhin kostenlos.
Wie hoch die Gebühren für deutsche Nutzer ausfallen werden, hat Amazon bisher noch nicht bekannt gegeben. (Stand: 02/2025)
Hier gibt's mehr Infos zu den allgemeinen Alexa Kosten.
Ab wann ist Alexa+ verfügbar?
Laut Amazon wird Alexa+ ab März 2025 in englischer Sprache in den USA nutzbar sein und danach schrittweise in allen Ländern ausgerollt, in denen Alexa bereits heute verfügbar ist.
Wie kann ich Alexa+ nutzen?
Zum Start wird Alexa+ auf den Echo-Show-Geräten 8, 10, 15 und 21 verfügbar sein. Laut Amazon soll der Dienst später jedoch auch mit den meisten bereits erhältlichen Alexa-Geräten funktionieren.
Wichtig: Um Alexa+ nutzen zu können, ist eine Anmeldung erforderlich. Dafür müssen alle Interessenten sich auf der Amazon-Website registrieren und mit dem eigenen Amazon-Konto einloggen.
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